Obernburg (2)

Das Pfarrdorf Obernburg war früher Standort für die Dörfer Obernburg, Dorfitter und Thalitter. Lehrer Knöll hat die Schulchronik am 30. Januar 1878 begonnen. Der bestehende Schulverband zwischen Obernburg und Thalitter ist vor dieser Zeit gelöst worden. Obernburg und Dorfitter haben ein gemeinsames Schulhaus und einen Lehrer. Am 1. Dezember 1841 wird dem ersten seminaristisch gebildeten Lehrer, Philipp Vögler, die Stelle  übertragen. Der Schulverband zwischen Obernburg und Dorfitter wird am 1. Januar 1879 gelöst. In der Schule in Obernburg verbleiben 39 Kinder. Die Schülerzahl steigt bis 1918 auf 51 Kinder an und fällt in 1926 auf 25 Kinder ab. Im Oktober 1893 brennen bei einer Feuersbrunst 9 Anwesen bis auf die Grundmauern nieder. Die Kinder der betroffenen Familien seien sehr verängstigt und durch beengte Wohnverhältnisse zu ersprießlicher Schularbeit für längere Zeit nicht fähig gewesen. Im Jahr 1897 wird ein neues Schulhaus gebaut. Am 1. Mai 1900 empfangen Lehrer und Schüler auf der Station Itter den ersten Eisen-bahnzug mit "Gesang und Hurrah". Wegen der hohen Schülerzahl wird Obernburg am 1. November 1949 eine 2. Lehrkraft zugewiesen (zeitweise 76 Kinder). 1952 wird ein 2. Schulsaal angebaut. Wegen sinken-der Schülerzahl wird die Schule 1956 wieder einklassig. Am 1. April 1964 geht die Schule in Obernburg in die Mittelpunktschule Vöhl über.

In 2003 hatte Obernburg mit Hof Lauterbach ca. 486 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl verhältnismäßig stark gegenüber anderen Orten im damaligen Landkreis Frankenberg an, von 1939 bis 1948 um 87 Prozent auf 486. In 2003 gibt es in Obernburg und Hof Lauterbach noch zwei Vollerwerbslandwirte und einen Nebenerwerbslandwirt. Ein Gewerbebetrieb ist nicht vorhanden, eine  Gastwirtschaft leider auch nicht mehr. Am 1. Januar 1974 gab Obernburg seine Selbständigkeit auf, die Eingemeindung erfolgte in die Großgemeinde Vöhl.

[Quelle: Wiesemann Jörg, Das Schulwesen in Obernburg; Geschichtlicher Abriss von Obernburg (2007)]

Startseite